Tarnkappen-Entwicklung: Prototypen bereits in fünf Jahren?

Wissen Sie ob Tarnkappen wie in Fantasy-Romanen möglich sind? Hier jetzt die neueste Entwicklung!

Man könnte glauben die Hogwarts-Zauberschule liegt im US-Bundesstaat North Carolina. Wissenschaftler der dort ansässigen Duke-Universität haben vor einem Jahr demonstriert, wie ein Objekt in zwei Dimensionen unsichtbar werden kann. Allerdings funktionierte die Demonstration nur mit Radarstrahlen. Aber der Anfang ist gemacht.

Der britische Physiker Sir John-Pendry vom Imperial College ist der Meinung, bereits in fünf Jahren könnte es ein Demonstrationsobjekt im Bereich des Tageslichts geben. Bevor man allerdings Menschen, Häuser, Autos oder Flugzeuge für andere unsichtbar werden lassen kann, dürfte noch etwas mehr Zeit vergehen.

Die Funktionsweise einer Tarnkappe entspricht der eines Steins im Flussbett. So wie das Wasser um den Stein herumfließt, soll das Licht um das zu tarnende Objekt herumfließen und es damit unsichtbar machen. Dazu benötigt man sogenannte Metamaterialien mit negativem Brechungsindex. Steckt man beispielsweise einen Stock ins Wasser, scheint der Teil im Wasser abgeknickt. Der Brechungsindex sorgt für diese uns bekannte Erscheinung. Wenn der Stock stattdessen in einem Metamaterial steckte, sähe man den im Material befindlichen Teil gar nicht mehr. Um Objekte in drei Dimensionen scheinbar verschwinden zu lassen, möchte der US-Mathematiker Allan Greenleaf eine zylinderförmige Vorrichtung benutzen. Alles innerhalb der Zylinderröhre wäre unsichtbar. Einen Nachteil hat die Technik gegenüber Harry Potters Tarnkappe: Wenn man innerhalb der Tarnvorrichtung steckt, kann man nicht hinaussehen.

Im Romanprojekt ‘Professor Allman‘ nutzen die Gegner des Professors die Tarntechnik, um bildlich gesprochen, ihm Steine in den Weg zu legen.

Video der Duke-Universität zur Demonstration vor einem Jahr:

Links:

Spiegel Online: Tarnkappe für sichtbares Licht entwickelt

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