Wie kann “Schrödingers Katze” gleichzeitig tot und lebendig sein?

Wissen Sie Bescheid über Schrödingers Katze? Hier jetzt die Erklärung!
Gedankenexperiment

Menschen spalten sich auch ohne Klonen immer wieder auf und verdoppeln sich. Danach leben beide Exemplare der Gattung Homo sapiens in verschiedenen Welten. Zumindest glaubte das zu seinen Lebzeiten Hugh Everetts, ein bedeutender Quantenphysiker und mit ihm zahlreiche seiner Kollegen, denen man keineswegs nachsagen kann, sie seien Spinner. Sie nennen das dann die “Viele Welten Interpretation”. Aber es kommt noch besser.

Die “Viele Welten Interpretation” der Quantenmechanik, hängt mit dem wohl berühmtesten Gedankenexperiment der Physik zusammen, bekannt unter dem Namen “Schrödingers Katze”.

In diesem Experiment stellt man sich vor, dass eine Katze zusammen mit einer teuflischen Apparatur in eine Stahlkammer gesperrt wird. In der Apparatur befindet sich eine winzige Menge radioaktive Substanz, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% innerhalb einer Stunde zerfällt. Sollte die radioaktive Substanz zerfallen, dann tötet die Apparatur die Katze. Andernfalls bleibt diese am Leben.

Die Katze ist nach einer Stunde entweder lebendig oder tot. So sagt uns der gesunde Menschenverstand.

Dass der gesunde Menschenverstand sich irrt, sagen dagegen Everetts Anhänger. Gemäß der Mathematik der Quantenmechanik befindet sich die Katze nach einer Stunde in einem Zustand, den die Quantentheorie “Überlagerung” nennt. Sie ist mausetot und gleichzeitig lebendig. Das steht im krassen Widerspruch zu dem was wir tatsächlich sehen würden.

Weil die Rechnungen der Quantenmechanik sich aber sonst als richtig erwiesen haben (ohne Quantenmechanik keine Computer!), versucht Everetts den Widerspruch aufzulösen.

Everetts behauptet in seiner “Viele Welten Interpretation” des Gedankenexperiments, dass es nach einer Stunde zwei Katzen gibt, eine tote und eine zweite, die lebendig ist. Nach seiner Meinung hat sich die Welt aufgespalten in zwei verschiedene Welten. Die tote Katze befindet sich in der einen Welt und die lebendige Katze in der anderen.

Wenn wir als Beobachter versuchen festzustellen, ob die Katze tot oder lebendig ist, spalten wir uns ebenfalls auf. In der einen Welt sehen wir die Katze tot, in der anderen lebendig.

Mit dem oben dargestellten ist die sogenannte Schrödinger Katze und die Viele Welten Interpretation von Hugh Everetts der Ausgangspunkt für das Romanprojekt “Professor Allman“.

Die Aufspaltung des Universums nach der Viele-Welten-Theorie und ein vom Gehirn unabhängig existierendes Bewusstsein garantieren den freien Willen des Menschen. Mehr dazu im Sachbuch mit dem Titel “Unsterbliches Bewusstsein” ISBN 978-3-837-04351-8 (Neuerscheinung Juli 2008).

Das Bild basiert auf dem Bild Schrödinger cat.png aus
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2 Gedanken zu „Wie kann “Schrödingers Katze” gleichzeitig tot und lebendig sein?“

  1. Schrödingers Katze ist ein Gedankenexperiment – richtig. Aber vielfach wird hier eine “echte” Verdopplung der Katze angenommen. Nach einer Stunde würden also gleichsam zwei Katzen ihr Dasein ( oder Nichtdasein ) frißten, doch diese Annahme ist schlichtweg falsch. Schrödinger selbst sagt, es gibt nur eine Katze. Nur die Wahrscheinlichkeit, ob sie lebt oder tod ist, ist eine Andere. Zwar nimmt die Katze zwei “Zustände” ein ( lebendig/tod ), aber bleibt doch immer noch ein Tier. Wer daraus gleich Multiversen bastelt, oder sich verdoppelnde Induviduen, der hat Schrödingers Gedankenexperiment nicht verstanden.

  2. Lieber Klaus-Dieter Sedlacek

    Vielen Dank für Ihre Mühe.

    Gerade bin ich mit meiner Frau bei Kuchen und Kaffee zusammengesessen. Ich habe ihr erzählt, was ich von Schrödingers Katze auf Ihrer Website gelesen habe. Darauf sagte sie: “Nie würde ich erlauben, dass eine Katze für solche Experimente verwendet wird.”

    Ich dachte nach, ob es ein Tier gäbe, das meine Frau akzeptieren würde. Da fiel mir ein, dass sie gestern ein paar Mottenlarven in einem Wandteppich gefunden hatte. Daher fragte ich: “Und eine Kleidermotte?”

    Sie antwortete nach kurzem Zögern: “Mit einer Kleidermotte kann man es machen.”
    Liebe Grüße

    Werner Krotz

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