Quantenverschränkung: Brückenschlag zwischen Naturwissenschaft und Religion?

Video: Rätselhafte Quantenwelt

(openPR) – Kann die Wissenschaft einen Brückenschlag zur Religion anbieten? Diese Frage haben sich bereits Generationen von Naturwissenschaftlern und Philosophen ergebnislos gestellt. Neueste Ergebnisse aus der modernen Quantenphysik lassen jedoch darauf schließen, dass menschliches Bewusstsein auch außerhalb des Körpers existiert, was wiederum ein Hinweis auf eine unsterbliche Seele ist. Führende Physiker sprechen von einem Paradigmenwechsel, der unser Weltbild bereits in den nächsten Jahren von Grund auf revolutionieren könnte.
„Du kannst nicht von Gott reden, weil Gott eigentlich das Ganze ist. Und wenn er das Ganze ist, dann schließt es Dich mit ein.” Dieses Zitat stammt von keinem Theologen, sondern von dem Physiker Professor Dr. Hans-Peter Dürr, einem Schüler des Nobelpreisträgers Werner Heisenberg. Dürr, der langjähriger Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik in München war, zieht heute Bilanz über die Ergebnisse der modernen Quantenphysik und die daraus resultierenden Konsequenzen für unser gesamtes Weltbild. „Was wir Diesseits nennen, ist im Grunde die Schlacke, die Materie, also das was greifbar ist. Das Jenseits ist alles Übrige, die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere”, zeigt er sich überzeugt.
Die Basis für die atemberaubende These liefert das quantenphysikalische Phänomen der Verschränkung. Bereits Albert Einstein ist auf diesen seltsamen Effekt gestoßen, hat ihn aber als „spukhafte Fernwirkung” später zu den Akten gelegt. Das Verschränkungsprinzip besagt Folgendes: Ändert ein Teilchen seinen Zustand, so erfolgt diese Änderung wie durch Geisterhand zum exakt gleichen Zeitpunkt auch bei dem anderen. Diese Verschränkung bleibt auch dann erhalten, wenn die wenn die Wechselwirkung weit in der Vergangenheit stattgefunden hat und die beiden Teilchen weit voneinander entfernt sind. Die moderne Wissenschaft geht seit kurzem davon aus, dass große Teile des Universums seit dem kosmischen Urknall vor 13.7 Milliarden miteinander verschränkt sind.

Das Gehirn als Welle

Diese fundamentale Eigenschaft des Universums hat wiederum dramatische Auswirkungen auf jedes einzelne Individuum. Das liegt daran, dass der menschliche Körper aus Organen, Zellen und Molekülen besteht, die ihrerseits von atomaren Teilchen gebildet werden. Da diese Teile auch Wellencharakter haben, lässt sich wiederum folgern, dass auch unser Gehirn über Welleneigenschaften verfügt. Dies führt zu der Schlussfolgerung, dass Teile der belebten und der unbelebten Welt miteinander verschränkt sind und auf subtile Weise miteinander kommunizieren.
Ein Physikerteam aus Genf unter der Leitung von Professor Nicolas Gisin hat im August 2008 erstmals die Geschwindigkeit des Informationsaustausches zweier miteinander verschränkter Teilchen messen können. In einer komplizierten Berechnung kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit der spukhaften Fernwirkung mindestens 100.000mal größer sein muss als die Lichtgeschwindigkeit. Demnach scheint sich die Theorie zu bestätigen, dass die „wahre” Ausbreitung der Information unendlich schnell – also simultan erfolgt.
Tief beeindruckt zeigte sich der englische Quantenphysiker Terence Graham Rudolph vom Londoner Imperial College. Die Nachricht aus Genf kommentierte er wie folgt: „Das Ergebnis zeigt, dass in der Quantenmechanik das in unserer Vorstellungskraft herrschende Raum-Zeit-Gefüge überschritten wird.” Mit anderen Worten: Die Konsequenzen des Versuches könnten die Fugen unseres Weltbildes nicht minder dramatisch erschüttern, wie zur Zeit der kopernikanischen Wende. So wird bereits darüber spekuliert, dass das Verschränkungsprinzip der Quantenphysik eine Pionierbrücke zwischen der Wissenschaft und der Spiritualität schlagen könnte.

Zusammenbruch eines Paradigmas

Für den amerikanischen Physiker Jack Sarfatti ist die Quantenverschränkung der Beweis dafür, dass Geist und Seele den Körper überdauern können. Der 1939 in New York geborene Wissenschaftler hat sich auch als Autor von populären Werken über Quantenphysik und Bewusstsein einen Namen gemacht. Sarfatti ist davon überzeugt, dass das Paradigma, welches Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften trennt, in Kürze zusammenbrechen wird. „Nichts geschieht im menschlichen Bewusstsein, ohne dass irgendetwas im Universum darauf reagiert. Mit jedem Gedanken, jeder Handlung beschreiben wir nicht nur unsere eigene kleine Festplatte, sondern speichern auch etwas im Quantenuniversum ab, das unser irdisches Leben überdauert”, lautet sein Credo.

Sollten sich die Theorien der Quantenphysiker in weiteren Versuchen bestätigen, dann würden sich auch Naturwissenschaft und Religion fortan nicht mehr als Gegensätze gegenüberstehen. Vielmehr könnten sie sich komplementär ergänzen – geradewegs wie die zwei Seiten ein und derselben Münze. Buchtipp: Der Text enthält Auszüge aus dem Buch des Autors Rolf Froböse: Die geheime Physik des Zufalls: Quantenphänomene und Schicksal – Kann die Quantenphysik paranormale Phänomene erklären?. Edition BoD, Norderstedt 2008, herausgegeben von Vito von Eichborn, Preis: EUR 14.90.

Buchtipp:
Unsterbliches Bewusstsein: Raumzeit-Phänomene, Beweise und Visionen von Klaus-Dieter Sedlacek, Gebundene Ausgabe, 148 Seiten, Verlag: BoD, Norderstedt;  Preis EUR 18,95.

5 Gedanken zu „Quantenverschränkung: Brückenschlag zwischen Naturwissenschaft und Religion?“

  1. Auszug aus dem Roman “Anthropos”:
    Wer von uns möchte nicht einmal einen kleinen Blick dessen erhaschen, was uns in der Zukunft erwartet. Gibt es Zufälle oder können wir vielleicht den Worten von Stephen Hawkings Glauben schenken, in denen er verdeutlicht, dass die Abermilliarden von Atomen, aus denen wir bestehen, nur Hologramme darstellen könnten, die von einer anderen Dimension in unsere vierdimensionale Raumzeit projiziert werden? Ist Zeit, seit Einstein, wirklich Illusion? Wenn unsere Zukunft schon existiert, wo würde dann der freie Wille des Menschen bestehen bleiben? Ist die Unschärferelation auch auf den Menschen anwendbar, ist sie, so zu sagen, ein Teil von uns? Je genauer wir glauben etwas zu erkennen, desto größer wird die Ungewissheit in Bezug auf das andere und wir begreifen, dass wir nur einen kleinen Bereich dessen erfassen, was uns umgibt und nur einen kleinen Teil dessen verstehen, was wir erkennen.

    Dieser Roman (gratis DOWNLOAD) trifft diesen Bericht auf den PUNKT!
    http://www.ledshift.com/Anthropos.html

  2. In “unsterbliches bewustsein” wird eine weitgehend schlüssige Argumentationskette aufgebaut. Angekommen an der Frage nach dem Sinn des Lebens zuckt der Auto aber vor den Konsequenzen der eigenen Erkenntnisse zurück. Hier ist Sinn des Lebens das bewusste Leben. Das recht ziellos. Die richtige Konsequenz ist vielmehr, dass das Leben der Evolution der Seele dient. In östliche Lehren die gängige Ansicht.
    Aber ansonsten ist das Buch gut.

  3. Angenommen der Autor hat Recht und für Bewusstsein existiert Zeit nicht. Was ist dann der Sinn des Lebens für die Seele, in einem kleinen Menschenleben, wenn die Evolution nur ein Quantum des ganzen Schauspiels ist? Die 0, also die Mittellinie, so wie sie in dem Roman beschrieben wird, ist der „Motor“ des Bewusstseins und mit ziellos würde ich das nicht bezeichnen….
    Ich finde der Roman sollte unbedingt verlegt werden….und das gleich in mehrere Sprachen….

  4. Hallo SophieA,

    ok, “ziellos” ist nicht treffend.
    Ich meinte eher, dass die Formulierung “Bewusstes Leben” nur vage das Großartige an der Sache verdeutlicht, nämlich dass sich die Seele an Hand von Erfahrungen entwickeln möchte. Das klappt (natürlich) in bewussten Inkarnationen besser als in ungenutzten. Obwohl, alte Seelen wollen sicher auch mal ausruhen…

    Ich denke nicht, dass die Evolution der _Seele_ ein “Quantum” ist, sie ist das grundlegende Prinzip. Die Ev. des phys. Körpers und der RaumZeit ist großartig, aber sekundär.
    Interessant ist die Frage, welcher Natur eine Evolution außerhalb von Raum und Zeit ist. Ich habe keine Ahnung.

    Dass das Bewustseit außerhab der Raumzeit exisiert, bezweifel ich nicht im geringsten.

    Es kann auch sein, der Autor weiß das alles, will sich aber nicht zu sehr in die Esoterik-Ecke begeben. Akzeptiert.
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    PS.: Ich bezog mich nicht auf dem Roman, sondern auf das Sachbuch. Den Roman werde ich mal lesen.

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